Religion Mun kor



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Religion Mun kor

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Sun Myung Moon

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Sun Myung Moon, auch San Myung Mun, (* 25. Februar 1920 bzw. 6. Januar nach dem Mondkalender in Sangsa-ri[1], Provinz P'yŏngan-pukto, heutiges Nordkorea) ist Gründer und Oberhaupt der sogenannten Vereinigungskirche.

Leben


Sun Myung Moon wurde in der heute zu Nordkorea gehörenden Provinz P'yŏngan-pukto geboren. Mit 16 Jahren, hatte der aus einer presbyterianisch geprägten Familie stammende, spätere Vereinigungskirchen-Gründer, angeblich am Ostersonntag eine Christus-Vision, durch die er sich zum Messias berufen fühlte. Nach wechselnden kirchlichen Aktivitäten machte er am 1. April 1954 in Südkorea seine eigene Kirche auf, die auch in Amerika, Japan und Westeuropa zahlreiche Anhänger gewann, vornehmlich unter jungen Leuten.

Familie

Sun Myung Moon heiratete 1943 Choi Sun-gil. Am 1. März 1946 wurde sein erster Sohn Sung-jin geboren. Im gleichen Jahr ging er ohne seine Familie nach Nordkorea. Von 1948 bis 1950 war er dort Gefangener in einem Konzentrationslager in Hŭngnam. 1951 kehrte er zu seiner Familie zurück und 1955 wurde sein zweiter Sohn Hee-jin geboren. Hee-jin starb später bei einem Zugunglück. 1959 ließ sich Choi Sun-gil von Sun Myung Moon scheiden und der erste Sohn Sung-jin wuchs bei der Mutter auf. Am 1. April 1960 heiratete Sun Myung Moon seine heutige Frau Hak Ja Han. Er und seine Frau haben 14 Kinder:[2]

Vereinigungsbewegung



Seit 1964 gibt es die Vereinigungsbewegung in Deutschland und brachte es hier nach eigenen Angaben auf etwa 1000 Anhänger; weltweit gibt es angeblich über zwei Millionen Mitglieder. In der Öffentlichkeit wird sie manchmal als Moon-Sekte bezeichnet. Neuerdings setzt sich die Bezeichnung Vereinigungsbewegung durch, denn Vereinigungskirche bezeichnet eigentlich nur den ausdrücklich religiösen Arm der viel umfassenderen Bewegung.

Moon versteht es, seiner Organisation ein riesiges Immobilien-, Firmen- und Barvermögen zu verschaffen. Er lässt seine gläubigen Kirchenmitglieder, die oftmals zur völligen Selbstaufopferung bereit sind, durch unbezahlte Arbeitseinsätze, Verkaufs- und Sammelaktionen die Kirchenkassen füllen.

Lehre

Die Lehre ergibt sich aus den laufenden Offenbarungsreden Moons, den Reden des Meisters. Grundelemente sind die taoistische Kosmologie, schamanistische Volksreligion aus Korea, sowie das Prinzip der christlichen Missionstheologie. Das Zeichen der Vereinigungskirche ist ein östliches Emblem, das Elemente des Taoismus enthält und das "Göttliche Prinzip" abbilden soll. Ziel des göttlichen Prinzips ist es, dass ein vollkommener Mann sich eine Frau zur vollkommenen Eva erziehe (und umgekehrt), mit ihr sündlose Kinder zeuge und so eine vollkommene Familie als Objekt Gottes gründe. Jesus von Nazareth konnte somit seine Mission nicht vollenden, weil er durch seine Kreuzigung keine Familie mehr gründen konnte. Eine seiner Offenbarungen: das männliche und weibliche Geschlechtsteil sind von göttlicher Natur.



In der geistigen Welt wurde Sun Myung Moon als Sieger des Universums und Herr der Schöpfung anerkannt, heißt es in einem Lebenslauf Moons, den dessen Anhänger verbreiteten.

Dieses Machtstreben beschränkt sich keineswegs auf die geistige Welt. Im Kreis seiner Jünger erklärte er angeblich: Wenn wir sieben Nationen manipulieren können, die USA, England, Frankreich, Deutschland, die Sowjetunion und vielleicht Korea und Japan, dann können wir die ganze Welt haben.

Wirtschaftliche Beteiligungen

Der Moon-Konzern hat Beteiligungen an der nordkoreanischen Pyonghwa Motors und am weltweiten Ginseng-Handel.

Außerhalb der Heimatbasis ist die Vereinigungsbewegung vor allem in den USA wirtschaftlich stark. Sie kontrolliert dort Dutzende von Firmen, darunter die stark rechts orientierte Hauptstadt-Zeitung Washington Times und besitzt den Pressedienst UPI. Der allzu geschäftstüchtige Sekten-Chef selbst allerdings geriet in den Vereinigten Staaten in Schwierigkeiten. Er wurde dort 1982 wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt. Insgesamt war Moon etwa ein halbes Dutzend mal im Gefängnis, unter anderem auch in Nordkorea während des Koreakrieges. In Lateinamerika baute die Vereinigungskirche ihren stärksten Stützpunkt in Uruguay auf. Sie besitzt dort die vielgelesene Zeitung „Ultimas Noticias“, eine hochmoderne Druckerei, die drittgrößte Bank des Landes und das beste Hotel der Hauptstadt Uruguays, das "Victoria Plaza“ im Zentrum Montevideos.

Die Moon-Organisation hat 70% Anteile an der nordkoreanischen Pyonghwa Motors, dem Auto-Monopolisten in Nordkorea.

Gemäß einem Artikel der Chicago Tribune vom 11. April 2006 kontrolliert Moons Firma True World Group den Fang und Handel mit Fisch für Sushi in den USA.

Peace Cup

Sun Myung Moon gab im Jahre 2002 die Einführung eines von ihm veranstalteten weltweiten Fußballturnieres bekannt. Der sog. Peace Cup soll zur Völkerverständigung und der Überwindung von Ideologien beitragen. Der Wettbewerb steht unter Moons Schirmherrschaft. Als Besitzer von zwei Fußballvereinen konnte er die FIFA und den weltweit bekannten Fußballer Pelé für sein Projekt gewinnen. Die gesamten Gewinne, die mit der Vermarktung des Wettbewerbes erzielt werden, werden an hungerleidende Kinder in Asien und Afrika gespendet. [3]

Einreiseverbot

Von 1995 bis 2006 bestand ein Einreiseverbot des deutschen Bundesinnenministeriums für Sun Myung Moon und seine Ehefrau, das damit begründet war, dass die Vereinigungsbewegung zu den Jugendsekten und Psychogruppen gehöre, deren Aktivitäten junge Menschen gefährden könnten. Im November 2006 wurde diese Verfügung vom Bundesverfassungsgericht aus Gründen der Religionsfreiheit aufgehoben und an das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz zurückverwiesen. Das OVG hob das Einreiseverbot im Mai 2007 auf, weil nur erhebliche Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder für die nationale Sicherheit solche Einreiseverbote begründen könnten [4].

In Japan gilt immer noch ein Einreiseverbot.

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Vereinigungskirche

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Die Vereinigungskirche, ursprünglich The Holy Spirit Association for the Unification of World Christianity, auch als Moon-Bewegung bekannt, ist eine synkretistische neue religiöse Bewegung, die 1954 von dem Koreaner Sun Myung Moon gegründet wurde. Die wichtigsten Lehren sind in dem Buch Das Göttliche Prinzip, das unter der Anweisung Moons geschrieben wurde, zu finden. Die Organisation hat im deutschsprachigem Raum etwa 1200 Mitglieder.[1] In den USA, Japan und Korea ist ihr politischer und wirtschaftlicher Einfluss durch höhere Mitgliederzahlen größer.

Geschichtliche Entwicklung

International

Der Koreaner Sun Myung Moon hatte nach eigenen Angaben am Ostersonntag 1935, dem 17. April, eine Vision von Jesus Christus. Jesus habe ihn gebeten, seine Mission zu vollenden und die Welt zu erlösen.[2] Moon war daraufhin Mitglied in verschiedenen Kirchen und versuchte mehrere Jahre mit etablierten christlichen Erweckungsbewegungen in Korea zusammen zu arbeiten (wie z.B. der Inside Belly Church, Leuchtendes Meer).[3][4] Als diese Bemühungen scheiterten, gründete Moon 1954 die Heilig Geist Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums (Segye Kidokkyo Tongil Sillyon), die später als Vereinigungskirche (Tongil Kyo-hae) bekannt wurde.[5] Bis 1957 bildeten sich in 30 Städten in Korea Kirchengemeinden.[6][7] Die grundlegende Lehre der Vereinigungskirche wurde 1950-52 von Hyo-Won Eu, dem ersten Vorsitzenden der Heilig Geist Gesellschaft, niedergeschrieben und unter dem Titel Wôl Li Hae Sôl (Erklärungen zum Göttlichen Prinzip) im Jahre 1957 das erste Mal gedruckt. [8][9][10] Ende der 1950er Jahre wurden die ersten Missionare nach Japan und die Vereinigten Staaten entsendet (Sang-ik Choi, Young-oon Kim, Bo-hi Pak, David Kim). [11][5][7][12]

1960er Jahre

Am 16. März 1960 heiratete Moon Hak Ja Han. Das Ereignis gilt innerhalb der Vereinigungskirche als die die Hochzeit des Lammes (Offb 19,7 EU).[5] [11] [13] Moon führt seitdem Ehesegnungen durch, die wegen der wachsenden Anzahl an teilnehmenden Paaren große öffentliche Aufmerksamkeit erregten.[14]

Im Rahmen seiner ersten Welttour im Jahre 1965 hielt Moon in 40 Nationen Reden und errichtete an mehren Orten sogenannte Holy Grounds (u.a. auch in Berlin, Frankfurt am Main und Essen). [11] [15] [16] Auf seiner Reise in die Vereinigten Staaten trifft Moon auf den ehemeligen US-Präsident Dwight D. Eisenhower. [17] 1966 wird die zweite Ausgabe der Lehre der Vereinigungskirche Wôl Li Kang Ron (Erläuterung des Göttlichen Prinzips) in koreanisch herausgegeben, welches das grundlegende Textbuch der Lehre von Sun Myung Moon ist. [18]

1969 reist Moon nach Japan, Europa und in die Vereinigten Staaten von Amerika. In Deutschland erhielten zum ersten mal internationale Paare die heilige Ehesegnung. [19]

1970er Jahre

Mit dem Umzug von Sun Myung Moon in die USA 1971, verlegte sich der Schwerpunkt der Arbeit der internationalen Vereinigungskirche von Korea in die USA. Einige Monate später veranstaltete die Vereinigungskirche die Day of Hope- Ansprachentour, in der Moon in 50 amerikanischen Bundesstaaten spricht, darunter in sieben Großstädte, beginnend am 3. Februar 1972 im Lincoln Center in New York City. Zwei weitere Ansprachentouren durch amerikanische Großstädte folgten (Christianity in Crisis: New Hope). 1972 hatte die Vereinigungskirche Gemeindezentren in zehn verschiedenen Bundesstaaten der USA.

1973 entstand die erste Übersetzung des Wôl Li Kang Ron ins Englische unter dem Titel The Divine Principle, fast zeitgleich mit der deutschen Übersetzung. [20]

Nach der Watergate-Affäre von US-Präsident Richard Nixon rief die Vereinigungskirche in einer Kampagne Forgive, Love and Unite die amerikanische Bevölkerung dazu auf, dem Präsidenten eine zweite Chance zu geben.[21] Zu diesem Anlass findet 1974 ein Treffen zwischen Nixon und Moon statt. Daraufhin begann die vierte amerikanische Ansprachentour von Moon durch mehrere amerikanische Großstädte. Sie begann mit einer Großveranstaltung im Madison Square Garden in New York City am 18. September 1974, zu der 25.000 Zuhörer kamen.[22] [23] Daraufhin kehrte Moon nach Südkorea zurück, um dort und später auch in Japan weitere Ansprachen zu halten. [24] [25]

Nach Aufbau der Vereinigungskirche in Korea, Japan, den USA und Westeuropa wurden im Mai 1975 Missionare in 120 Nationen in Asien, Afrika, Ozeanien, Südamerika und den Nahen Osten entsendet. [24] [26] Nachdem Südvietnam am 30. April 1975 von den kommunistischen Truppen eingenommen wurde, veranstaltete die koreanische Vereinigungskirche die World Ralley for Korean Freedom am 7. Juni 1975 in Seoul bei der Moon die Hauptansprache gab, um das Bewusstsein für die Gefahr des Kommunismus (v.a. Nordkoreas) zu schaffen, an der über eine Million Menschen teilnahmen. [27] [28]

Anlässlich der Zweihundertjahrfeier der Gründung der USA 1976 hielt Sun Myung Moon zwei Ansprachen. Am 1. Juni im Yankee Stadium in New York City und eine andere am 18. September auf dem Bicentennial God Bless America Festival am Washington Monument. [29] [30] [31]

1978 startete die Vereinigungskirche auf Initiative Moons das Home Church-Projekt. Dabei sollte die Kirche bekannt gemacht werden, indem man bedürftigen Familien in der unmittelbaren Nachbarschaft Hilfeleistungen anbot.[32]

Im selben Jahr beschuldigte das Subcommittee on International Organizations, ein Unterausschuss des Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten, die Vereinigungskirche u.a. mit dem koreanischen Geheimdienst KCIA zusammen zu arbeiten, was als Koreagate-Affäre bekannt wurde.[33] Dabei berief sich der Ausschuss u.a. auf drei ungeprüfte CIA-Berichte aus den 1960er Jahren, in denen behauptet wurde, die Vereinigungskirche sei vom KCIA im Jahre 1961 gegründet worden.[34] Der Vorsitzende des Komitees Donald M. Fraser verlangte von Colonel Bo Hi Pak, einem engen Vertrauten Moons, der in den Koreagate-Skandal involviert sein sollte, eine Klarstellung.[35] Letzterer sagte drei Mal vor dem Ausschuss von Fraser aus und bestritt dabei jegliche Verbindungen zwischen der Vereinigungskirche und dem KCIA. [36][37] Fraser konnte seine Anschuldigungen letztendlich nicht ausreichend beweisen und Bo Hi Pak und die Vereinigungskirche wurden freigesprochen.[38] Der Bericht wurde von zahlreichen Massenmedien aufgegriffen und trug zu einem negativen Bild der Vereinigungskirche in der Öffentlichkeit bei. [39] Die Vereinigungskirche verfasste eine Stellungnahme zu den Anklagen Frasers mit dem Titel Our Response.[40]

Moon wurde 1984 zu einer Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Bürgerrechtsbewegungen, liberale und konservative christliche Bewegungen und Pfarrer wie z.B. Jerry Falwell oder Joseph Lowery hielten die Anklage für nicht gerechtfertigt und für einen Verstoß gegen die Religionsfreiheit[41][42].

Deutschland

Der erste Missionar in Deutschland war Peter Koch, der die Lehre Moons in Amerika kennengelernt hatte. Ein Jahr nach seiner Ankunft in Deutschland, wurde am 11. Dezember 1964 die Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums (GVW) in Frankfurt am Main gegründet. [43] Im Zuge einer Welttour besuchte Moon 1965 das erste Mal Deutschland und gründete drei Heilige Gründe in Berlin, Frankfurt am Main und Essen. Er beauftragte die Mitglieder Missionare ins Ausland zu entsenden. Daraufhin gehen vereinzelt Missionare ins Ausland, z.B. nach Spanien und Frankreich. [44]

Mit dem Besuch Moons 1969 kam es zu einem ersten Leiterwechsel, Peter Koch wurde Landesleiter in Österreich, Paul Werner war für die deutsche Vereinigungskirche verantwortlich.[45] Werner legte einen neuen Schwerpunkt auf das Verteilen von Einladungen und anderen Straßenaktionen, sowie der Eröffnung neuer Gemeindezentren. [46] 1971 gab es in Deutschland 21 Gemeindezentren und 100 Mitglieder.

Im September 1971 reisten zwei Missionsteams mit je 12 Mitgliedern durch verschiedene Städte Deutschlands, um dort neue Kirchenmitglieder zu finden. [47] 1972 hielt Moon im Rahmen der „Day of Hope“-Ansprachentour erstmals drei öffentliche Reden in Deutschland (Essen). Kurze Zeit später wurden als Teil der One World Crusade neue Missionsteams in München gebildet. Die erste Übersetzung aus dem Englischen von Das Göttliche Prinzip, wurde 1972 von Paul Werner veröffentlicht. 1974 begann die deutsche CARP an der Frankfurter Universität ihre Aktivität.[48]

Die Lehre

Die Lehre der Vereinigungskirche stammt von dem Gründer Sun Myung Moon. Moons Offenbarung wird als der Schlüssel für das Verständnis der christlichen Bibel und als Anleitung zur Wiederherstellung der Welt verstanden. Die Hauptwerke über die Lehre der Vereinigungskirche sind Das Göttliche Prinzip und Cheon Seong Gyeong (Heilige Schrift des Himmels).

Gottesbild

Es gibt einen einzigen Gott, der absolut, unveränderlich, allmächtig und ewig ist. Er ist unsichtbar und übersteigt Raum und Zeit. Als Schöpfer des Universums, ist die Welt der physische Ausdruck seines Wesens. Die Eigenschaften, die in Gott vereint sind, werden somit in der Schöpfung reflektiert, zu denen polare Wesenszüge (Yin und Yang) zählen, wie zum Beispiel Maskulinität und Femininität.

Gott ist die Quelle der Wahrheit, Schönheit, des Guten und der Liebe. Gott steht nicht in der Position eines Richters, sondern in der Position von Eltern der Menschheit. Als Eltern hat er sowohl den väterlichen Aspekt der Rechtschaffenheit, als auch den mütterlichen Aspekt der Vergebung und Fürsorge in sich.

Ursprüngliches Schöpfungsideal

Gott schuf das Universum, um in Beziehungen zu Objektpartnern Liebe und Freude erfahren zu können. Menschen sind die wichtigsten Wesen der Schöpfung, da sie Gottes Kinder sind, die die Fähigkeit besitzen selbst Schöpfer zu sein. Des Weiteren können die Menschen, auf der Grundlage ihrer von Gott gegebenen Freiheit, ihre Charakterentwicklung selbst bestimmen, welche im Zusammenhang damit steht, in welchem Maße sie Gottes Liebe empfangen und erwidern können.

Gott, als Eltern der Menschen, gab dem Menschen den Lebenszweck Freude zu erfahren, was sich in den Drei Großen Segen (Gen 1,28 EU Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, (…) und herrscht über die Fische und Meere, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.) ausdrückt. „Seid fruchtbar“ steht für die Erlangung geistiger und körperlicher Reife, also für Harmonie zwischen Geist und Körper ausgerichtet auf Gott.

Der zweite Segen, „vermehrt euch“, deutet auf die Errichtung einer idealen Familie mit Gott im Mittelpunkt hin.

Die Herrschaft über alle Lebewesen auf der Erde, ist eine Forderung an den Menschen, eine verantwortungsbewusste Führung über das gesamte Universum zu übernehmen und, als Mittler zwischen Gott und der physischen Welt, alle Dinge im Einklang mit Gottes Ideal zu gebrauchen, damit sie wiederum ihren Schöpfungszweck erfüllen können.

Gottes Schöpfungsideal ist dann erfüllt, wenn Gott und die Menschheit in einer Beziehung der Liebe stehen und der Mensch die Drei Segen erfüllt hat.

Geistige Welt

Der Mensch wird als Mittler der geistigen und physischen Welt gesehen, da er sowohl ein physisches als auch ein geistiges Selbst besitzt. Das geistige Selbst lebt nach dem Tod des physischen Selbst ewig in der geistigen Welt weiter. Verstorbene Menschen und Engel können mit dem geistigen Selbst von Lebenden interagieren oder es beeinflussen. Engel wurden geschaffen, um den Menschen bei der Erfüllung der Drei Großen Segen zu helfen. Der vollkommene Mensch steht über den dienenden Engeln.

Der Sündenfall

Der Sündenfall der ersten menschlichen Vorfahren Adam und Eva aus der Bibel ist, den Göttlichen Prinzipien zufolge, ein tatsächliches historisches Ereignis. Jedoch werden Elemente der Geschichte, wie zum Beispiel der Baum des Lebens, der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, die verbotene Frucht und die Schlange, als symbolische Metaphern (für einen idealen Mann, eine ideale Frau, sexuelle Liebe und den Erzengel Luzifer) interpretiert.

Der Sündenfall setzt sich aus dem geistigen Fall und dem physischen Fall zusammen. Unter dem geistigen Fall versteht man die verbotene sexuelle Beziehung zwischen dem Erzengel Luzifer und der noch unreifen Eva. Diese Beziehung war entgegen des ursprünglich vorgesehen Verhältnisses zwischen Mensch und Engel.

Mit dem physischen Fall wird die darauffolgende sexuelle Vereinigung von Eva mit Adam beschrieben, welche zu diesem Zeitpunkt noch nicht von Gott gesegnet war. Dabei übertrug Eva Elemente aus der Beziehung mit Luzifer an Adam und über ihre Kinder wurden sie an die gesamte Menschheit weitervererbt. Aus diesem Grund steht nicht Gott im Mittelpunkt der menschlichen Gesellschaft, sondern Luzifer, was dem Ideal Gottes entgegen steht.

Wiederherstellung des ursprünglichen Ideals

Die Lehre der Vereinigungskirche besagt, dass die gesamte menschliche Geschichte seit dem Sündenfall ein andauernder Kampf zwischen den Kräften von Gott und Satan ist, um die ursprüngliche Sünde zu bereinigen und die ursprüngliche Liebe wiederherzustellen. Dieser Prozess ist die treibende Kraft der menschlichen Geschichte, die eine Geschichte der Wiederherstellung und Wiedergutmachung ist. Die Wiederherstellung der satanischen Erblinie in die göttliche Erblinie ist die zentrale Aufgabe des Messias. Der Wechsel der Erblinie wird durch die Teilnahme an der heiligen Ehesegnung erreicht.

Die Geschichte der Religionen ist die Geschichte göttlicher und menschlicher Anstrengung, um das Ideal, das sich in der Verwirklichung der Drei Großen Segen ausdrückt, zu verwirklichen. Im Laufe der Geschichte sind verschiedene bedeutende Persönlichkeiten erschienen, die auf der Seite Gottes oder Satans standen und dem Prozess der Wiederherstellung entweder dienten oder ihm entgegen wirkten.

Der Messias kann die Menschen lediglich von der ursprünglichen Sünde befreien und sie durch seine Lehre führen. Die Verantwortung persönliche und ererbte Sünden zu bereinigen, trägt jeder Mensch selbst.

Die Rolle Sun Myung Moons

Nach der Lehre der Vereinigungskirche ist der Messias ein Mensch, der ohne ursprüngliche Sünde geboren wurde. Seine hauptsächliche Mission ist es, Menschen durch die heilige Ehesegnung mit Gottes Erblinie zu verbinden und so die Grundlage für das Reich Gottes auf Erden und im Himmel zu legen.

Jesus wurde gekreuzigt, bevor er seine Aufgabe vollenden konnte, und konnte der Menschheit nur eine geistige Erlösung bringen. Er verließ diese Welt mit dem Versprechen, dass er wiederkommen würde. Sun Myung Moon wurde als dieser zweite Messias (Herr der Wiederkunft) geboren und zusammen mit seiner Frau Hak Ja Han nehmen sie die Rolle von Wahren Eltern der Menschheit ein. Durch sie wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit Gottes Ideal eines vollkommenen Elternpaars erfüllt, was ursprünglich die Verantwortung von Adam und Eva war. Dementsprechend bezeichnen Mitglieder der Vereinigungskirche Sun Myung Moon als Wahren Vater, Hak Ja Han als Wahre Mutter und ihre gesamte Familie als Wahre Familie.

Der Messias soll allen Menschen den Weg zeigen, selbst Wahre Eltern zu werden und Wahre Familien zu etablieren. Als wichtige Grundlage dafür werden Menschen durch die heilige Ehesegnung mit der Erblinie Gottes verknüpft.

Sun Myung Moon ist jedoch für die Mitglieder der Vereinigungskirche nicht Gott und es wird auch nicht zu ihm gebetet.

Symbol

Das Symbol der VereinigungskircheIn der Mitte des Symbols ist ein Kreis, welcher für Gott, Wahrheit, Leben und Licht steht. Von diesem Kreis gehen für jeweils eins dieser Elemente vier große dreiecksförmige Strahlen aus, sowie weitere acht kleinere. Insgesamt ergibt dies 12 Strahlen, die an die Sonne und Sonnenstrahlen erinnern sollen. Diese sollen die Zahl 12 als biblisch wichtige Zahl aufgreifen: Die 12 Strahlen korrespondieren zu den in der Apokalypse genannten 12 Perlentoren, die alle in die heilige Stadt Jerusalem führen oder sich auch z.B. auf die 12 Jünger Jesu beziehen. Die vier, bzw. zwölf „Sonnenstrahlen“ stehen darüber hinaus für die Himmelsrichtungen und dafür, dass die Wahrheit auf 12 Wegen verbreitet werden kann. Sie können auch die 12 Typen des menschlichen Charakters darstellen.



Das Quadrat in der Mitte symbolisiert mit seinen vier Ecken die Vier-Positionen-Grundstruktur, also die Einheit von Ursprung, dessen Teilung und deren Einheit (Beispiel: Gott als Ursprung, Mann und Frau als Ausdruck seines Wesens auf zwei Objekte aufgeteilt, Kind als Einheit von Mann und Frau). Der äußere Kreis repräsentiert das Prinzip des Gebens und Empfangens, das Grundlage aller Existenz und somit des Kosmos ist. Der Gründer Sun Myung Moon lehrt, dass die Struktur des Himmelreiches nach dem Muster dieses Symbols errichtet werden wird, d.h. durch 12 Stämme und 12 Charaktertypen, durch die Errichtung der Vier-Positionen-Grundstruktur ausgerichtet auf Gott in harmonischem Geben und Empfangen.

Politische Einflussnahme

In Verfolgung ihrer antikommunistischen Ziele bemühte sich die Vereinigungskirche seit den 70er Jahren verstärkt um Einflussnahme auf die Politik.

Zur Einflussnahme auf die Öffentlichkeit benutzt die Vereinigungskirche verschiedene Unterorganisationen. Die CAUSA propagiert die Philosophie der Vereinigungskirche, den „Gottismus“. Ihr Vorsitzender war in den 80er Jahren Bo Hee Park. In Deutschland führte die CAUSA Deutschland e.V. verschiedene Tagungen durch. Die Vorträge wurden regelmäßig in der CAUSA Zeitschrift „Forum für geistige Führung“ veröffentlicht. Referenten waren unter anderem Günter Rohrmoser, Helmut Bärwald, Konrad Löw oder Klaus Hornung.

Gezielt an Akademiker wendet sich die International Conference of the Unity of Sciences (ICUS), eine Unterorganisation der gleichfalls der Kirche unterstehenden International Cultural Federation mit Sitz in New York.



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