D. Pb. Ba'chnrann in Erlangen, t Prof. D. Dr. P. Ewald



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BO. 18W.

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Selbstverstàndlich macht. dieso tibereicht keinen Anspruch auf

Vollstiindigkeit, aridi nieht fur die neuere Zeit. Populiire Bibel­auslegungen, v,io die von Gerlach, Ddcisel, Job. Woifl and Jiit­arbeitern (1 Ptr v. H. Gunkol; Jud u. 2 Ptr v. U. IT ollmann, 1908 2), rind nicht berirckeichiigt. Eiuige Monographien sinil

besonders aufgeffihrt.

Zuschrift und Grua: I, I. 2.

Per jrorfasser uennt sich Pet r us und hezeichnet sich' als nichts weiter dorm als ,;Apostol Jesu Christi":mag er sich als der Frate der Zwólf eines borechligten Ansehons, einer vom Rerrn ibm zugewiesenen Sonder-stellung erfreut haben, betont hat er das bier nicbt, soti•enig wie 5, 1, wo or, Gomeindeiilteste er­mahnend, sich als ibren liitiiltesten charaktorisiert; und er schreibt an Leser, welche er zuniichst als fiJ.siror` sraesrritirirrot benennt, ein Ausdruck, von dem es sich fragt, ob er zu iihersetzen sei: als Boisassen wohnende Auserwíihlte, odor: a u s e r w ii h l t e Bei. s a s s e n; mit andorn Worten: ob fz7.szroL odor 7rrTE7ridnroe. der Haupthegriff sei und das je andere Wort sich jonem als Adjektivum unterordue. DaB ÉzGEZr-rig unendlich oft substautivisch gobraucht

wird, steht auiler Z« eifel, nicht minder abor auch, daB :rrr pE 

:rir5r~rrog auch in adjektivischer Bedeutung vorkommt. Ander­seits ist ebensowenig zu lcugnen, daB tz3.fzróg da, wo es zu einem andern F.egriú in attributivem Verhiiltnisso stebt, als Adjektiv mid nicht ala Substantiv zu gelten hat, {) und daR srcrQs~rfdtiErog vorzugs-. weise, in unserm Brief (hier rind 2, 11) und anderswo im NT

9 Die Doppelbezeichnung ,,Jesu3 Christus" be egnet im 1 Pt tr'enigstens 8 ma!: 1, 2. 3 (2 mal) 7. 13; 2, 5; 3, 21; 4, I~ ; nur ,,Christus" 11-13 mal: 1, 11 (2 mat) 19; 2, 21; 3, 15f. 18; 4, 1. 13. 14; 5, 1, dazu vielleicht noch 5, 10. 1.1, an wetehen beiden Stellen mdglicherweise „Christus Jesus" zu lesen ist. \irgenda schreibt unser Vf blot] ,,Jesus". Obwohl selbst ein ''/,euge der historisehen 1•;rcheinuug Jesn gewesen 5, 2, vgl. 1, 8, stellt er sich doch durchweg auf den Standpunkt der Leser, die Jesnm nicht ge­sehen haben und ibn nur als verkl:irten ilerrn und K6nig kennen.

'9 Vgl. LXX Jes 40, 30; 65, 9; Ps 89, 4 • 103, 45; Klgt 1, 15; 5, 13. 14; Mt 24, 22. 24. 31; Lc 18, 7; lira 8, 33; 2 Tm 2, 10; Tit 1, 1, aneh wohl Kol 3, 12. pp

Polyb. 22, 21; 4.: :ram Tory 'F.).1ror ror; T(l~r.7(OT~f(O[?, Er(fl.rorrr (fF



Tors àr-ax(rli,,rrírors. Vgl. Deis-smarm, Bibelstud. S. 146f.

4) 8. Zahn, Einl.' II, 13, Anm. 5. Vgl. 1 Pt 2, 4. 6. 9; 1 Tm 5, 21.

R'oa1enberg, I. u. 2. Pt.br. u. Jud.br. 3.Aun 1



rLusebrift und Grid].


A

(Hb 11, 13) Bowie in der LXX ausnalimslos (I M 23,4; Ps 39, 13) 5) ais Substantiv vorkommt. tend da es unbequem and ohne ein hinzugefvgtes odor kaum statthaft •ire, acres i•rcl or drrrorroerrs appositionell zu dem dann snbstantiviseli zu fasseirden ÉxRs' ois zu nohmon, so warden wir :cap,srrMr,•uorg IIauptbegriff sein lassen: die Loser rind also Beisassen, ~~7fin, Scie Abraham skit einen Fromdling and Beisassen unter den Kindern nets nenut, und vie David, von Feinden verfolgt, obwobl im Lando Israel wohnend, sich ass Fremdor und Boiwahner vorkonimt (a. a. O.; vgl. 3 M 25, 23).6) Bin Boisasso hat keen Btirgerrecbt da, wo er wohnt, sondern ist nur geduldet, hat sich den Gesotzen des betr•effeuden Landes anzu­passon and musi es sick gefallen lassen, sino den Besitzern mid Biirgern dea Landes untergeordneteStellnng eirizuvehnien, ja vielieicht von ibnen nicht wonig 1<]nbill and Sehraffheit zu erleiden (1 M 19, 9; 2 Pt 2, 7). Gilt or etwas odor vies enter ibnen, so hat or das seiner Person an verdanken. Es versteht sich, dati firr• die Laser ass Christen die Benonuung .rap. krrial, fior snafu iinzutreffeud ware. In welchem Shine sic .rrreEiridl;rror sind, besagt erat das Attribut fxl.szuoi: sie sind aus der gattentfr•emdeten, unheiligen Welt er­koron, herausgonommcn and Gott zugefiihrt, sein Eigentum and ihm romandt gevardon. Baisassen sind sia also in dem Siine, dai sia ihre Heiniat, ihr Biirgerrecht im llirnmel haben (Phil 3, 20; Hb II, 12: 13, 14).7) Natter haftet ilrnen der Charakter 1 o k a 1 or Zerstreutheit an. Denn in diesem Sinne will das dirrnrrueós genommen sein, ala Gerrit. qualit., aline dati man nótig hàtte, es in) Shine von ,.Lerstreuungsgebiet" au frisson (Hofm.). aJúdiscbe" Diaspora heilit draasroed ohue weiteres irherliaiipt nicht, and) Jk I, 1 nicht, sondare kann erat durch den betreffendon Zusammenhang diese Bedeitung bekommen, ria Jo 7, 35; s) zum wenigaten ware der Artikel angebracht gowesen. Wiihrend die Gliedor einer irdiseh­rnenschlichen Bin•gerschaft in geschlossonen Haufoi ausanimenzu= wohnen pflegen, ist os ganz anders bei den Lesern : rh in nil d b e r`:

s) LXX fibers. airs: sonst mit ^rdeoexo; 2 31 12, 45; 3 31 22, 10; 25, 6 u. ti.

6) Die Bede ist bier vom Sahbat- and .Tobeijahr. In letatereui solien d• Israelites ihr Land weeder den alien Besitzern zukommen lasses: ,;ihr Built ewer Land nicht verkaufen auf immer, dean mir [Ieh in das Land; densi Fremdlinge and Beisassen r.Niel c seed ihr bei mir." Ygl. Ps 39, 13; I 0hrolr 29 (30), 13; Ps 119, 19; 1 M 47, 9.

\'gl. die scii nc Stelle Henn. Sim. I. - Ep. ad. Diego. 5. - I Clem. Inscript.: Is d~ iris roe +Yaav il m orworarr `PrSEr?, zr 1;es)- zoo $roe TF rrruoer-víar Fídorraor. Polpo. ad Phi]. Iuscr_: Tîr zrrooixoior, r)..izzor;.



s) Joseph. b. j. V11, 3, 3:.zó lord'ninrs• ;rives ualb far, sarà adoav'rrs• olsovnírrv rnnio;ng vae Tor; f rI7c1, fior;, ;arrow!, bk TPl »pia farri rrs ;r irrisala draeruinrhros• sa. gum Ausdruek &,w.ro E vgl. LXX 5 31 28, 26; Jer 15, 7; 34, 17; in konkretem Siine: 5 31 30, 4; Jes 49, 6; Neh 1, 9; Ps 147, 2.

(Luther) a) wohneu sic, Ether freiiich nicht in der gauzon Welt, so daB der Brief in diesem Sinne ein allbomeiner (rcn9o).rxrj) wiire, ein an alle Christen iiborhaupt gerichtetos Sondschreihon darstelite, sondern fibre Wobnsitze belnden sich auf eineni geographiseh mid politisch beschranktan Gehiet: sie wohnen z e r s t r e u t in Pon t us, Galatren, Kappadozien, Asian und Bithynion. Man erkennt sofort, wie dor Vf die Provinzen Kleinaaiens wio im Kreise umspannt and daruni unit Bithynien ondet. Pon t u s war, Paph]aganieu eingescblossen, i. J. 64 durch Pompeius mit Bithynien zu eíuer Provinz Bithjnien•Poutus veroinigt warden. G a l a t i e n wird der Vf ebeaso als Bezeichnung fíir dio rúmische Provinz dieses Nxmens fassen wio Asian; umfait dieses Mysien, Lydian, Harlon and Phrygian (soft 110 v. Chr.), so Galntien, abgesehon von der nacli den Oalatern benaunten Laudschaft such Pisidien (Isaurien) und Lykaouion. Es mussen also, vein sliders door Galaterbrief des Apostels Paulus an die auf seiner ersten Missions-raise in und um Antiocbion boi Pisidien, Ikonium, Lystra, Derbo gegriindeten Cbristengemeindou geriebtet ist, such gerade diese mit zum Leserkreise des ersten Potrusbriefes gehórt baboon. Sndlich von Pontius, his zum Taurus sick erstreckend, im N.,rden vom Ober­lauf des Halts durch ksseu, lag Kappadozien, app r0) suit 17 n. Chr. rúmische Provinz. Mau sieht, es ist ein weit umfaesendor Lhuder­komplex, fast das gesamto Kloinasion, wo die Leser als zorstreut wohnend gedacht warden. Lyzien and Pamphylien warden oohs als zu kleiu nicht besonders aufgezahlt and mit zu Pisidien (Galatien) gerechnet vorden sein. Oder sollien dolt keine Christengemeindon sich hofunden haben? oder wean ja, solite Potrus sie nicht mit in den I(reis der Leser seines Zirkularsehreibons haben eiuschlielien •ollon? Beides ist schver denkbar; vgl. AG 13, 13. 24. 25; 21, 1; 27, 5. Aber das die stattliche Provinz Cilicien fehlt., muff einen andern Grund haben. Abgesehen von Pontus, Kappadozien and Bithynien handult es sich um Folche Gebiete, •o Paulus, varzugsweise linter Heiden, solhst missioniert batte. Aber auch zu den genannten drei Provinzen kann das Evaugoliu m leicht von paulinischen Ge­meinden ails, durch ,,Laionpredigta odor durch Gehilfen des grol3en Apostels golangt sein. Mit Cilicien Batts es vino eigene Beivandtnis. Paulus hatte sick dorthin bogoben drei Jahre Hach seiner Bekehrung, AG 9, 30, gl. G1 1, 21, and war dort gebliobon, his Barnabas ihn nach Antiochien, der bedoutsarnen notion christlichen Metropolis,



C) \'g]. FT. ad. Diogn. 6, 2; 1o,'re rrrr r-rerrs ^rii,'rwv re-.u, Tov uryfr¢tor feeÍ.rir i) }v;(ir, siri lt,rorrnrel sal Tri; Tov xdo,uov :Td%era.

'0) Bekannt rind die Stadie Caesarea, im lentrom gelegen, die site Landes]lauptstadt, ursprtiuglich 3lazaka, erat seit Tiberius Caesarea genannt (hente Kaisari), nordlielt vein Argaeus-13ehirge, westlich davon, unweit dea Halys: Nyssa, im siidwestlichen Dreieck Tyana rind nórdlieh driven Nazianz.



4 Zuschrift und GruB.

holte, AG 11, 25. Ob Paulus in seiner cilicischen Heimat such Heidenmission getrieben halm, ist nicht so sicher, wie vielfach ange­nommen zu werden scheint. 11'ahrscheinlicher ist, daB or sich dort anch nicht awn Zweek christlichor Propaganda aufgehalton hat, daB er vielnrehr dort in hciligeni Ernst auf seinen Heidenmissionaraberuf, von (tern or wuBte, daft er ihn Tibor kurz oder laug w•erde anzutreten haben; dadnrch vorbereitet hat, daB er sich mit dem Religions­w•eseu, der Sprache, der Wissenschaft, don philosophisohen Schulen, kurz der ganzon Eigenart des griechischen lleidenrnissionsgabietes, in welshes cinzudriugen sein orhabener Beruf sein solite, aufs sorg­fattigste and gearatteste vertraut machto. llat er damals in Cilicien missioniert, so wird er (liese seine Si earbeit auf seine Brader each (tern Fleisch besebrankt haben. Zu den Heiden Cilicions scheint das Christentum von Antiochien aus gedrungen zu sein. ..Dio Binder aus den Heiden in Antiochien, Syrien and Cilicien" bilden eine zusammengehorigo Eiuheit, AG 15, 23. Als Barnabas and Paulus in Galatien, dieses im weiteren Sinne genonnnen, predigten, und all Paulus spider von Ephesus aus in „Asien" den \amen Jean ausbreite(o (AG 19, 10. 26), bat er nirgend sr.]ron Christen, go­schweigo christliche Gemeinden vorgefunden; wohl fiber hat er sich zuerst an Juden gowandt, die fiber das Christentum noch zu be-Iohr•en and daze zu bekehren waren (vgl. AG 13, 14 ff. ; 14, 1). Schott dadurch wird die Hypothese, daft es sieh im 1. Ptrbr. use Lesor handle, welch(' sclbst schon auf dem ersten Pfingstfeste AG 2 bekehrt worden seieu, oder welche ihr Christentum solchen Etst­bokebrten zu verdanken gehabt batten, hinfallig. Es mìiBte dean die Darstellung der Apostelgeschichte den Sachverhalt in unbegreif­lieher Weise vollig auf don Kopf Mellen. Was abor die Roihenfolgo, in der die Provinzen 1 Pt 1, 1 aufgezahlt werden, aubelangt, so kanu dor Vert nicht von der geographisch ihm, all er schrieh, nàchst­gelogenen begonuen babel], wedor wenn or ()rituals in Babylon, sei es dem am Euphrat getegenen, sei es doni Sgvptisohen, noch wens er, was das eiuzig Richtige ist (s. d. Fin]. u. zu 5, 13), in Rom weilte : allenlal verbot es sich, tinter diesem Gesichtspunkt Pontus zuerst zu nennen. Ehor werden wit• auzunehmen habon, daB der jedenfalls von vornhereiu schon in mehreron Exemplareu abgesandte, wetru auch- auf soiner Rundreiso immer wieder zu vervie]friltigendo Brief von dem Uberbringer odor den Uborhringern zuerst in Pontus abgegeben werden solite. Es wird (faun vorauszusetzen sein, daB der Bute irgondno an der paphlagonisch-pontischon Kiiste landen solite, vielleicht in Sinop(', Amisos, Trajrezus. Aquila, der treue Mitarbeiter des Paulus, stammte aus Pontes (AG 18, 2); vielleicht hat er irgendwie, wie zur Ausbreitung des Christenfunts in seiner Hoimat, so auch zur Befórderuug des 1 Pt seine Hand iul Spiele gehabt.

Was nun die drei pràpositionalen, trinitarisch gegliederten Bestimmungen in v.2 betrifft: x(crù ;rep-prow}, 5tfoì, srareóg, b' úyrcrucrr;~ srvfrruarog, fig %rrrrxoìiv ;(ai Frrrrra;uòv cr`t`furrog 'Ir;uorl XeraroG, so linden wir sia bei alten Aus­legern 11) unbedenklich mit ]IÉ rpog t?rrrdaro).ny 'l. X. verbunden. I]nd in der Tat ergibt sich dann ein vorzúglicher Sinn. Beim dritten Gliede wiirde dos ú.z'axorjv erinnern an Rua 1, 6 (vgl. 15, 18) : dr' É).cíYoufv /cietv xrri c'rsrourn). i1v zig vfrccxoî-iv stíarfrdg Érv salary wig yJvfatrNrte zov úvdErurog crúrofi: der apostolische Beruf soil Glaubeusgehoram wecken; und das (si;) tiavrrauòv cr`iy. 'I. X. wiirde Pt als einen Apostel hinstellon, der das von Christo ver­gossene Blut priesterlich zu sprongen babe auf die llerzen der su Christo sich Bekohrenden. Zu don zwoi orsteu 11`endungen aber

w-iiren zu vergleichen Stollen wie eineiwits AG- 9, 15: aria();

,

fxÍoyi;g; 10, 41: sreoxr:yfreorot:rlrtÉl~org 6;rò zoù ,ifo6; 12) andor 

seits AG 1, 2: irfzdaro).oy, dcìc -rrfúitrrros icyíor~ oi's Étf%grrro;
lini 1, 1: úrfraetarrirog fiy fi(ryyír).tor SrfoS; Gl 1, 15: ò Irrfoníuccg
Ets fx xorl.icrg Errlrnd, pan; Jer 1, 5: iiyéaici uf (Jo 10, 36);
Jes 6, 5-9 (rovrn . . . zùy « iraerhrg am.; srferxcrJaerfi). Gleich 
wobl 1nuB es uach alleni normaleu Sprachgefiihl als unstatthaft
golten, (lie Bestimmungen in 2 a zu cÚróurO).Oy v. 1 zu ziehen.
Sio batten unmiltelbar an c'rrrdaroÍ.og 'I. X. angeschlossen warden
mìissen und kiinnen. Man darf sie aher auch nicht, wie moist ge 
schieht, bloB von txlfzroig PLh:ineen lassen.13) I7agegon sprieht
einmal, daB nicht r'xÍfxroig, sondern sraefsrrbr'drorg der Haupt 
begriff ist, sodann vor allem, daB Éz).fzroiy nicht durch jene huge
lieiho geographischer Beifiiguugen von den drei pr3positionalen
Ausdriicken in v. 2 hiitte getrennt t•rerden (iiirfen, sondern unmittal 
har vor letztere hiitte treten ruiissen. Von den Lesern als aus 
erwííhlten und in den genanuten Proviuzen zerstreut als Beisassen
wohnenden llimrnelsbiirgeru gilt also zuní;chst, daft sie dieses sind
zufolge einar Zuvororkennung Gottes des Vaters.
Denn :redyr'rortrg kann bier, wo es sich urn Ausdrúcko handelt,
die den ordo salutis betreft('n, nicht bloB praescientia bedeuten
(vgl. AG- 26, 5; 2 Pt 3, 17), wie die Alten allerdings das Wort
dtil'ehw'eg faflteu, sender's will genommen sein wits Rm 8, 29; 11, 2
11) Catene bei Cramer Vlll, 42; Oectun.; bei Mar. zur Wahl gestellt;

Cassied.; l7ienps. Bars_



13) Ob uicht beim Attsdruck aeoxrrei;ra9rrr AG 22, 14; 26,16 (vgl.

3, 20) das a~o such als zeitlich, nicbt b1oB ala lokal (.-reó/rreo.) empfunden worden isl`.' Audi das wiederholt von P1 far sein apostolisc es Amt be 

tonic (hk .4ri.rtparoa 8-toe (2 K 1, 1; Eph. 1, 1; K1 1, 1; 2 Trn 1, 1), sa r' F7fr([~+i' ;has o9lriell3 ~VrG3Y sal fie.'l. (I Tra 1, 1; vgl. Tit 1, 1) 1st zu vgl.

") So schon Peschita, das i•il.rs.ror; wiederholend: „die, welche ersriihlt siud durch zuvorkornmendes Wissen Gottes des `'aters, dureh HeiligunK des Geist(s, dag sie (bestimmt) seien suini Gehorsam" usw.


I

6 'Luschrift und Grnil



das :reoÉyyw, entsprechend einem weitverbreiteten Sprachgebrauch von yryyrvaxeu' im Sinno eines Vorherkennens, gemdl3 welchem man das Verwandte and Gleichartige kennt, also eines liebendon, zueignenden Vorherkennens: vorher, else sie Christen warden, w r chiffon wool sagen, schon vor Grundlegung der Welt (vgl. v. 20; Eph 1, 4f.), hat Gott sie zum Objekt seines ibnen in Liebe sick zuw•endenden Erkennena gemacht and ibnen derngemàt3 jene v. 1 ausgedrilekte Wtirde verscha€ft, der sie sick jetzt freuen. DaO dabei a'x).exroig ganz besonders botont ist, versteht sich von selbst. Gloichwohl wird nicht bloc gesagt, daft ihre Erwahlung, senders, daf3 dieso zusamt ihrer gegenwàrtigen Lage, in der sie zerstreut in jenen Provinzen lebende Fremdlinge sind, dem gatt­lichen Vorhererkennen entspricht. So wird aucli das y úyrrrorr(i) 1r) rvc-e"fa tog niclit blof3 auf den gcschichtlichen Akt gehen, durch den die Erwahlnng der Loser verwirklieht worden ist, d. b. die Taufe, durch wolehe sie ein fur al€omal gehoiligt warden sind (1 Kr 6, 11: lr;rE).o:••artuae, iiyrda:ir;rt), sondern auch darauf, daft sie ihren der­maligen Stand (liner durch den Geist Gottes shindig zum Vollzuge kómmenden Hoiligung verdanken : beides, ihre geistliche Neu­schvpfung and ihre Erhaltuug in twdbei Chrisfo ist gemeiut. for Geist Gottes laf3t es sich angelegen sein, sie fort and fort in stronger innerer Geschiedenheit zu erhalten von der eUndlichen gottentfremdeten Welt and in lebensvoller Gemeinsehaft mit dens hoiiigon Gott and dem Heilsmitfler (vgl. Jo 17, 17; 1 Tit 5, 23). Die dritte pr;ipositionalo Bestimmung : „zum Gehorsam und zur Besprongung des Elutes Josu Christi" unterseheidet sich insofern von den hoiden vorausgegangenen, als bier del' dem s9eoll tend dem ;ruEr:(larog entsprechende Genitiv 1raoG Xprarou nicht als handelndes Subjekt fiir b e i d e vorgiingigen Bogrilfe %2raxo4 and {Jarrrn(rdg in llotracht kommon krona. Fur trrrrto Í auf keinen Fall. Donn wie solite bier vom heilbringenden Genor­sam Christi (Rm 5, 19; Phil 2, 8: Rb 5, 8) die Redo sein kànnen, als zu welchem, d. h. zu dessen Verwirkliehung die Loser erwahlte Fremdlinge sind, anstatt vieimehr von einem Gehorsam, den die Loser zu leisten haben? Aber auch sine Besprongung mit dem Bilge Christi in dem Sinne, das er als Heilsmittler, als der dies') Besprongung wirkende Urheber des Neils gedacht wBrde, kann nicht gemeiut sein (vgl. Barn 5, 1 : der Herr hat es fiber sich

r') rl~raofaót~ ist hekanntlich, im Untersebiede von úyrroax;,q, wefches die Frucht der líeilignng, die ilieiligkcit bedeutet (1 Th 3, 13; Rm I, 4; 2 Kr 7 1), far ge•Shniich die lleilignng, als ein Tun gedacht {{Rm 6, 19. 22; 1 Kr 1,20; I Th •f, 3. 4. 7; 2 Th 2, 13; lib 12, 14). ]]aB hier miter :rs•te7lrrrrog neben arise :rrrred; nnd 'l. XQlor• nicht• der mensrhliche Geist gemeint sein kann als Objekt einer von Gottes Seite ausgehenden heiligenden Wirksamkeit, bedarf keines Beweises.

1.2. 7


vermocbt, sein Fleiseh der Vernicbtung preiszugeben, `tva ai( lúFfGEL 7fÚ)' Ú(raeZrGJy ('ryyrrli9Úl(le); ó lorry Év 7(~J ClicrCLiL roil tirrJ'rra(rnz rrtirolî). Es mii6te dann anf die Taufe Bezug genommen sein, vgl. etwa Rb .10, 22: &parrra(lt'rot zrrg xaedlag. Aber dieso kann ja nicht als ein von den Lesern noci zu erreichendes %iel mit efg eiugefi•rhrt werden, da sie die Taufe l3ngst hinter sich haben (3, 21 ; 1, 3; 2, 2). Es kann sich also nur urn die taglich von dem Christen zu vollziohende Selbstreinigung von Silnden handeln, die sich in der Woise- hetiitigt, dali er, Winch geredet, das ein fiir allemal zur Saline vergossone unti grundleglich einmal, namlich bei der Taufe, fiber ihn gesprengtà Blut, sich aum dauern­den Reinigungamittel dienen !ant; I Jo 1, 7: 7ó uiau

•r.aaaofEL i'ci[Lg dirò ;ryraliS ú(lrrerfrrg. Vgl. such etw•a 2 1{or 7, 1. Es fragt sich nur noel], oh vtraxnr; ab=olut zu nebmen, odor oh es mit einem der folgenden Genitive, diese als Con. obj. gefatit, zu verbiuden sei. V. 22 werden wir leson von zil Lrraxo?) zrjs yl).riNfug, Gehorsam gegen die Wabrhoit, ,dagegen v. 14 werden die Leser schlecbthin ormahnt, slob als 7~i1'tl lr7rR'/.oi~g zn bawoisen, vgl. Rm 6, 16. Dail sia als auserwahlte, inneitten einer un Gottes Gebote siclf ní.cht kiimmernden Welt lebende Himmelsbúrger• den 1Sreisuugon ibres Kàniga Gohorsam zu leiston haben, venstebt sick allerdings so sehr von selbst, dell 'man ein in diesem Sinne ge­rneintes seblicbtes vsrrrxorj nicht ali auffallig odor gar unstatt­haft ausehen dfrrfte. Anddrseits slier sird man skis der Frage nioht entsehlagen diirfen, warum (loch notion den in unserm Verse vorkommenden wichtigen Begriffen ,redyrraarst «yraa(rd„ prrvrra(rd; einzig tied allein úsrrrxarj ciner genitivisehen Niiherbestimrnung entbohren solite. 1<'reilieh rare es úboraus unbequem, Irioov Zeraroli als Gen. obj. von t:rrrrxotjv abhàngig sein zu lessen (vgl. v. 22, s, o.; aber aueh 2 Kr 10, 5; nicht dagegen Raw 1, Îe ; I6, 26 ; aueh AG 6, 7 vrrrjxor:or Trj :7fazet will schverlich vergl'schen sein i dieser Satz wind vieimehr bedeuten : sie gehorchten infolge von Glauben), da dann I. I. das oine Mal objektiver, das andore Mal snbjektiver Genitiv, abllanglg von a`icrarog, ware. Darum afte

es sich empfehlen, rr`rfruras à.raxor)g zu ziehen. Das 13lut Christi ist als eine persiínlicbo íllacht gedacht, der gehorcht coin will. Vgl. IIb 12, 24f.: (,reore).1().i.3icrE v. 22) dru,9r;xrpg vr`ag rlEUfir( :rrrC apart rirryrrv{roll xeeia7or %&.or3yrL ,raeCt 7or'1ila. 13a6rrerE (r secretor

:ijrrro,`ls 7óv I.rr].oúrra ir1..

\achdem der Apostel in knappen, gedruagenen, vielsagenden
Wendnngen 15) die Loser an ihre erhabene Wirrde, aber such an
15) Man wird nicht sagen diirfen (so Hamrick, Chronol. der altebristi.
Lit. I, 460), da[3 ,,die g:inzlicb unerklàrliche 7usammensetznng°, ,,der kvnst 
lirhe und ungeliíge Aasdruck" et; v:raxo{v sal tSarrrasrdv aFrrrrroa ,,des Ver-
8 I. Danksagung fiir den lleilsstand.

ihro daraus sich orgebende sittlich-religiose Aufgabe erinnert hat, eutbietet er ihnen seinen Gru fi: /úars zaé- [r'eir;vtl ruei"v st1 rJr:v:it irJ! Mogen sie von hoiden Gfitern, Gnade und Frieden, eine reiche h\ille zu erfahrcn bekommon! Vgl. Jo 1, 16; Rm 15, 29. Denn allerdings bediirfen sic, um jenon hoiligen Gehorsarn heweisen und das I3iut Christi immerdar zur Reinigung Hires Lobens krò(tig wirken lassen zu kúnnen, des guadigen Beistandes des Horn). Und viederum, wenn sic, und in demsolben Mafie als sie desselben teilhaftig werden, werden sits sich such im Stande des Friedens, vòlligen \\'ohlseins, einer durchaus normalen Beschaffenheit das liegt in fin0tr, i7'J - befinclen. Da(1 sie ihren Christeustaud zusamt seiner gegen­wiirtigen Boschaffenheit und Lage zuvorkommender Liebe Gottes verdanken, war schon gesagt, 28. Nunmehr kommt es doni Apostet darauf an zu betonen, wie wiinschenswert und ntitig fur sio eine Stoigerung der Erfahrnng dieser Gottosliebe sei. Penn der Opt. A or i s t. wird den Wunsch als einen onergisch ausgesprochenen charakterisieren sollen. Per Wunsch erinnert úbrigens an Dan 3, 31

(100): in IAX: séQrjvr i',rriv rÌri:iyv9~ir, arrs dotti Erlaf3 NebukadnezTtà an seine \riilkor, und lindet sich auch 2 Irt 1, 2 sowie Jud 2; vgl. I Clem. iuscr., ep. Yolyc. inscr.



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